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Romantik Blog

Ein Glücksfall: der Weinberg in Gehdistanz

Nachhaltigkeit in der Gastronomie ist auch eine Frage der Transportwege. Null Distanz legt der Wein im Romantik Restaurant Schloss Weinstein im St. Galler Rheintal zurück. Kein Wunder: Der Weinberg, der dem Haus den Namen gibt, liegt vor den Toren des historischen Gebäudes. Aber auch sonst setzt das Schlossrestaurant komplett auf Produkte aus der Region – und macht damit gewaltig «Mais». Fünf Fragen an den Hausherrn, Friedrich W. Diener.

Weinberge

Herr Diener, Weinstein sagt alles. Oder täuschen wir uns?

Nein, der Name Weinstein ist tatsächlich Programm. Unser Rebberg ist 1375 erstmals urkundlich erwähnt. Und wie Sie richtig vermuten, gab er auch unserem Gut seinen Namen. Und so geht in unserem Betrieb nichts über einen feinen Tropfen aus eigener Produktion – hier von Hand geerntet und im Dorf gekeltert. Kein Wunder, sind die Hausweine sind hochbeliebt.

Kurze Distanzen sind in punkto Nachhaltigkeit das A und O. Wie halten Sie es mit dem Fleisch?

Sie sagen es. Wir verarbeiten deshalb konsequent Produkte aus dem Nachbarsdorf: Schweine-, Kalb- und Rindfleisch beziehen wir ausschliesslich von der Linus Silvestri AG in Lüchingen. Hier geht es übrigens nicht nur um Regionalität, sondern auch um ein extrem hohes Tierwohl. Schweine aus der Freilandhaltung leben auf 200 Quadratmetern pro Tier im Freien, während ein Stallschwein gerade mal mit 1,2 Quadratmetern auskommen muss. Die Kälber wiederum wachsen auf ihrem Geburtsbauernhof auf und werden vorwiegend mit Kuhmilch grossgezogen. Und die Weiderinder verbringen den grössten Teil des Lebens auf der Weide oder auf der Alp.

Weinstein

Aus der Region, für die Region – so werben Grossverteiler. Das ist für Sie längst gelebte Realität. Und was haben Ihre Lieferanten, die Bauern, davon?

Deutlich mehr als bei Grossverteilern, würde ich vermuten. Das Fleisch, das wir beziehen, bezahlen wir nach dem Prinzip «fairtrade». Der Mehraufwand, den der Bauer hat, wir selbstverständlich finanziell höher vergütet.

 Das St. Galler Rheintal ist auch eine Hochburg für die Jagd. Sind Sie selbst Jäger?

Das nicht, nein. Aber wir haben auch hier eine treue Gemeinschaft von verlässlichen Jägern. Unser Wildbret stammt zu 100 Prozent aus Rheintaler Wäldern und ist absolut heimisch. Demensprechend gibt es diese Spezialitäten bei uns nur im Herbst, wenn Saison ist.

Auch die Hühner führen in Ihrer Region ein glücklicheres Leben als anderswo. Weswegen eigentlich?

Unsere Poulets stammen allesamt aus dem Rheintal. Und sie fressen eine herrliche Spezialität: den Rheintaler Riebel oder Mais. Riebel ist ein historisches Nahrungsmittel – und galt bei der Bevölkerung einst als «Armeleuteessen» sowie als Tierfutter. Die Poulets übrigens sind alte Rassen, die langsamer wachsen und im Freien hausen.

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