Limone sul Garda

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Zitronen am Gardasee: Zwischen April & Oktober in Limone sul Garda

Limone sul Garda ist ein kleines Städtchen in der italienischen Lombardei. Auf diesem beschaulichen Flecken Erde direkt am westlichen Ufer des Gardasees haben sich rund 2000 Menschen niedergelassen. Zwischen April und Oktober hängt der Himmel in Limone sul Garda sprichwörtlich voller Zitronen, die Sonne scheint und Sie erleben einen Ort zum Träumen und Entspannen. Limone gehört nicht nur zu den Traumzielen am Gardasee, sondern in ganz Italien. Eine Laudatio.

Das Flair von Bella Italia: Ein Spaziergang durch Limone

Wer Italien in seinem ursprünglichen Charme erleben möchte, der reist nach Limone – einem Örtchen am Gardasee, das sich am Fuß eines steilen Berghanges befindet. Die Häuser wirken hier wie in die Felsen geklebt, Besucher spazieren durch verwinkelte Gassen und alle Häuser werden wie Märchenschlösser von blühenden Gazanien und Margariten umgeben.

Viele Sonnenstunden, kaum Niederschläge: Beste Reisezeit zwischen April und Oktober Weil die Landzunge von hohen Bergen umringt ist, befindet sich Limone sul Garda in einer abgeschirmten Lage. Vor den hohen Bergen regnen sich die Wolken ab und schweben anschließend als Kumuluswolken über den meist strahlend blauen Himmel. Während der Zeit zwischen April und Oktober gibt es kaum Niederschläge und auch nur eine sehr geringe Anzahl an stürmischen Tagen.

Die Zitrone: Wahrzeichen von Limone sul Garda

Oberhalb des Ortes reihen sich Zitronengärten und Orangerien wie Perlen auf einer Kette aneinander. Die Zitrusbäumchen wuchsen von den Hängen einst bis zum Ufer herunter. Heute wurde der Zitronenanbau auf kleinere Bereiche limitiert, denn der Export lohnt sich wirtschaftlich kaum noch.

Auch wenn die Zitrone nicht namensgebend für den Ort war, ist die trotzdem das Wahrzeichen des kleinen Paradieses geworden. Limone leitet sich von Limes ab, dem lateinischen Wort für Grenze. Der Ort war bis zum Bau der Zufahrtsstraße nur über den See und die Berge zugänglich und bildete eine natürliche Grenze zwischen Österreich und Italien.

Aus dieser Tugend hat Limone sul Garda eine weitere gemacht und vermarktet dieses Wahrzeichen exzellent. Es gibt mit Zitronen bemalte Kacheln, Shirts und Handtücher, die mit Zitronen bestickt sind und Postkarten über Postkarten, auf denen mal einzelne Zitronen, dann wieder Zitronenbäume abgebildet sind. Kaum ein Laden in Limone, der nicht auch echte Zitronen verkauft.

Auch in kulinarischer Hinsicht lässt sich einiges aus diesem Thema machen. Reisende kommen in Limone sul Garda in den Genuss von Zitronenkuchen, frisch gepresstem Zitronensaft und – wer mag – natürlich auch frischen Zitronen.

Sehenswertes in Limone sul Garda

Die kleine italienische Stadt bietet Reisenden keine Superlative. Es gibt nicht den größten See oder die schnellste Achterbahn, dafür viele historische Details, die einen Blick in die Vergangenheit des einstigen Fischerdorfes erlauben und bei genauem Hinsehen mindestens die gleiche Faszination auslösen können.

Dom San Bendetto

Dieser Barockdom liegt etwas versteckt in der Altstadt von Limone. Er wurde im 17. Jahrhundert erbaut und ist über die Dächer der Stadt weithin sichtbar. Das Innere des Doms muss man in Stille auf sich wirken lassen. Es gibt dort unter anderem zwei sehenswerte Gemälde von Andrea Celesti sowie ein historisches Kruzifix aus Holz an der Wand.

Kirche San Rocco

Bei der Kirche San Rocco handelt es sich um eine gotische Kirche aus dem 14. Jahrhundert mit wunderschönen Renaissancefresken an der Wand.

Palazzo Gherardi

Limone hat ein gemütliches historisches Zentrum, das zum Verweilen einlädt. Es ist umgeben von venezianischen Gebäuden und alten Fischerhäuschen sowie einem herrschaftlichen Palazzo, dem Palazzo Gherardi, erbaut im 15. Jahrhundert. Der Baustil zeigt den spannenden Übergang zwischen dem Mittelalter und der Renaissance. Sie können einfach hineingehen – das Gebäude beherbergt heute eine Sprachschule.

Centro Comboniano Tesöl

Das einstige Zitronengewächshaus ist heute eine Gedächtnisstätte für den katholischen Afrika-Missionar Daniele Comboni. Er wurde 1831 in Limone sul Garda geboren und starb 1881 an Malaria. Nördlich der Stadtgrenze finden Sie weitere Ruinen alter Gewächshäuser, die Sie während eines sonnigen Spaziergangs erkunden können.

Sopino Wasserfall

Etwas außerhalb von Limone befindet sich der Sopino-Wasserfall. Sie erreichen ihn über einen Weg mit leichtem, aber kontinuierlichem Anstieg. Das Wasser stammt aus dem Fluss Sopino und bahnt sich seinen Weg nach unten in die Tiefe.

Aktivitäten-Tipp für Limone sul Garda

Die prominente Lage am Wasser bietet sich für zahlreiche Wassersportaktivitäten an. In unmittelbarer Umgebung befinden sich zahlreiche Segelreviere und die umliegenden Gebirge laden zu Klettertouren und Wanderungen ein. In unmittelbarer Nähe des Ortes liegen außerdem die drei Golfclubs Bogliaco, Colombaro und Gardagolf.

Zwei Häfen und ein Kiesstrand in Limone

Am Ufer des Gardasees befindet sich in Limone ein langer, sehr gepflegter Kiesstrand. Entlang dieses Strandes gibt es gefühlt nur eine Handvoll Bäume, die in der Mittagssonne Schatten spenden – wer einen Schattenplatz ergattern möchte, sollte frühzeitig erscheinen. Wer genug vom Sonnenbaden hat, kann durch einen der beiden Häfen dem Porto Vecchio und dem Porto Nuovo schlendern und sich dort in einem der vielen kleinen Cafés und Restaurants niederlassen.

Zwischen mediterranem Flair und Luxus: So residieren Sie nahe Limone sul Garda

Im Boutique Hotel Villa Sostaga spüren die Gäste noch das einstige Adelsflair, die feinen Stoffe der Wandbehänge, die Absätze goldbestaubter Tanzschuhe und das Lachen der hohen Herrschaften, die sich hier in der Sommerfrische befanden. Das Gebäude selbst stammt aus dem 19. Jahrhundert und wurde von dem Grafen Guiseppe Feltrinelli in Auftrag gegeben. Es wurde später in eine Sommerresidenz verwandelt, die zahlreiche prominente Persönlichkeiten beherbergte. Die Zimmer wurden mit viel Liebe eingerichtet und versprühen bis heute den Charme es einstigen Adelssitzes. Der Blick über den Gardasee ist einfach fantastisch.

Kulinarische Inspirationen: Eine Erbschaft von Gabriele D’Annunzio Köchin

Eines der herausragendsten Merkmale des Hauses ist die Küche. Sie wird noch immer von dem Erbe der Köchin des berühmten Dichters Gabriele D’Annunzio inspiriert, die dort nach alten Hausmitteln und mit regionalen Zutaten kochte. Diese Ausrichtung wurde bis in das 21. Jahrhundert transportiert und in die Gourmet-Ebene erhoben. Das Restaurant des Hauses bietet nicht nur erstklassige Speisen aus frischen Zutaten der Region, sondern auch paradiesische Ausblicke auf die Natur der Umgebung. Von den Plätzen aus genießen die Gäste einen einmaligen Blick auf die Garten- und Parklandschaft und den westlichen Teil des Gardasees. Im kühlen Teil des Hauses befindet sich ein Weinkeller, in dem mehr als 400 Weine lagern.

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