Die belgische Praline

Zurück

Die belgische Praline: Eine königliche Tradition

Einst erfand der Koch des Sonnenkönigs Ludwig XIV. kleine Schokoladenhäppchen mit verschiedenen Füllungen. Die Kreationen des Koches gelten als Geburtsstunde der heutigen so beliebten belgischen Praline. Belgien ist Heimat erstklassiger Schokolade und beliefert die ganze Welt mit den kleinen Köstlichkeiten. Viele der beliebten Schokoladenmarken, wie Godiva, Leonidas oder auch Côte d’Or sind in Belgien zuhause. Auch die größte Schokoladenfabrik der Welt befindet sich in Belgien, in Wieze. Das Unternehmen Bally Callebaut verarbeitet jedes Jahr ganze 270.000 Tonnen Bohnen zu Schokolade. Neben großen Fabriken findet sich auch eine große Vielfalt an kleinen Chocolatiers in Belgien, die weiterhin die Pralinen traditionell herstellen und damit Schokoladenfans aus aller Welt begeistern.

Die Besonderheiten der belgischen Schokolade

Belgische Schokolade ist weltweit beliebt und weist eine einzigartige Qualität auf. Doch warum hebt sich diese so sehr von den Schokoladen anderer Länder ab? Hier finden Naschkatzen und Schokoladengourmets die Antwort.

Hochwertige Zutaten

Bei der traditionellen Schokoladenherstellung verwenden belgische Hersteller nur reine Kakaobutter und sehr hochwertige Kakaobohnen. Außerdem belegt der im Jahr 2007 entwickelte „Belgische Schokoladen-Code“ die Produktion im Land und ist somit ein echtes Qualitätssiegel.

Kakaoanteil und Struktur

Belgische Schokolade weist einen höheren Kakaoanteil als die meisten vergleichbaren Produkte auf dem Markt auf. Dies führt zu einem besonders schokoladigen Genusserlebnis und prägt den Geschmack der Schokolade. Dazu kommt, dass in Belgien die Schokolade eine sehr feine Struktur hat. Belgische Schokolade wird sehr fein gemahlen und hat eine Struktur von 15 bis 18 Mikrometer, wohingegen beispielsweise britische Schokolade eine Struktur von 24 Mikrometer aufweist.

Vielfalt und Kreativität

Allein in Belgien gibt es zahlreiche Schokoladenhersteller, die den Wettbewerb anregen und den Qualitätsstandard aufrechterhalten. Neben großen Herstellern wie Callebaut und Belcolade sind auch mittelständische Unternehmen wie Godiva, Leonidas, aber auch kleine Chocolatiers gut vertreten. Belgische Chocolatiers sind auch sehr kreativ und kreieren stetig neue köstliche Geschmackskombinationen. Hierzu zählen neben den Klassikern wie Nougat, Marzipan oder Vanille auch Pralinen mit exotischen Aromen.

Rundumerlebnis Schokolade

In Belgien wird Schokolade nicht nur verkauft, sie wird gelebt. Das Kaufen von Schokolade wird hier zum richtigen Erlebnis. Ob ein Besuch im Schokoladenmuseum, Schokoladenrundgänge oder auch Verkostungen bei Chocolatiers sowie Workshops, wo Besucher selbst in die Schokoladenwelt eintauchen können. Belgien hat einiges zu bieten.

Neben der Produktion der Schokoladenspezialitäten für Fans weltweit sind die Belgier selbst auch echte Schokoladenliebhaber: Belgier essen pro Jahr mindestens 6 Kilogramm Schokolade.

Unterwegs in Brügge – der Schokoladenstadt

Brügge hat neben zahlreichen weiteren Highlights auch im Bereich Schokolade einiges zu bieten und gilt aufgrund der vielen Chocolatiers vor Ort als Schokoladenstadt Belgiens. Vor allem ein Besuch im Schokoladenmuseum lohnt sich. Das alljährliche Schokoladenfestival „Bruges in Choc“ lockt viele Besucher ins schöne Brügge.

Schokoladenmuseum

Im Museum Choco-Story erhalten Besucher einen Überblick in die Entwicklung und Geschichte der Schokolade. Hier findet man jedoch kein Standardmuseum vor: In spannenden Darstellungen werden die Anfänge der Schokolade bis zur heutigen Verarbeitung präsentiert. Außerdem besteht die Möglichkeit einem echten belgischen Chocolatier bei der Zubereitung von Pralinen über die Schultern zu schauen und diese im Anschluss auch zu probieren. Weitere Informationen zum Schokoladenmuseum.

Schokoladenfestival

Das alljährliche Festival „Bruges in Choc“ präsentiert die leckersten Kreationen der Brügger Chocolatiers. Hier stellen die Mitglieder der „Gilde der Brügger Chocolatiers“ ihre Spezialitäten vor. Am Brügger Marktplatz finden in den Stadthallen, außer dem Verkauf der Köstlichkeiten, auch Workshops, Vorführungen und Verkostungen statt, welche Besucher in die Welt der Schokolade einführen. Kinderateliers und ein Schokoladencafé runden das Angebot ab. Hier ist besonders die Brügger Spezialität „Brugs Zwaantje“ sehr begehrt: Ein mit gesalzenem Karamell gefüllter Schokoladen-Schwan.

Tipp: Für echte Gourmets lohnt sich auch ein Besuch im „The Chocolate Line“. Das Geschäft im Herzen Brügges wird im Guide Michelin erwähnt und begeistert mit außergewöhnlichen Schokoladenkompositionen. Vor Ort ist es möglich, den gesamten Produktionsprozess mitzuverfolgen, vom Rösten bis hin zur kreativen Veredelung. Mehr Informationen HIER.

Hotel-Tipps in Brügge

Das Romantik Hotel de Orangerie befindet sich unmittelbar im Herzen der Altstadt Brügges und ist idealer Ausgangspunkt für einen Städtetrip. Dank der Kombination von erlesenen Antiquitäten mit zeitgenössischem Interieur bietet das Hotel eine gemütliche, aber dennoch frische Atmosphäre. Das ehemalige Kloster aus dem 15. Jahrhundert ist direkt am Ufer des Dijver-Kanals gelegen und lädt zu einer Erkundung Brügges zu Fuß ein.

Für einen perfekten Ausgleich zwischen Strand- und Stadturlaub sorgt das Romantik Hotel Manoir Carpe Diem in De Haan, nur 18 Kilometer von Brügge entfernt. Unmittelbar an der Strandpromenade gelegen befindet sich das stilvolle Landhaushotel direkt am Dünenwald des exklusiven De Haan aan Zee.

Zurück