Ostseeinseln

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Deutschland, deine Inseln – die Perlen der Ostsee

Umspült von seichten Wellen ragen die Inseln und Halbinseln entlang der Küste aus der Ostsee empor. Mehr als 40 Ostseeperlen liegen vor dem Seeufer Mecklenburg-Vorpommerns. Die größte Insel der Ostsee ist Rügen, die kleinste Insel liegt im Saaler Bodden und ist namenlos. Jede einzelne der Inseln in der Ostsee überzeugt mit individuellen Vorzügen. Schier endlose Strände und zahlreiche Sonnenstunden, die zum Entspannen einladen, bieten alle Ostseeinseln unter Garantie. Rügen punktet mit malerischen Buchte, über 100 Meter abfallenden Kreidefelsen, verwunschene Alleen und dichten Buchenwälder sowie mit hübschen Fischerdörfern. Usedom hingegen trumpft mit einer kontrastreichen Landschaft. Neben dem hügeligen Land mit sattgrünen Wiesen sowie Laub- und Kiefernwäldern bietet die Ostseeinsel mit weißen Sandstränden und mittlerweile berühmten Badeorten wie Ahlbeck und Heringsdorf ein Urlaubsparadies inmitten der Ostsee. Fehmarn fährt mit perfekten Windverhältnisse auf, die vor allem Wassersportfans überzeugen werden und Poel ist geradezu ein Paradies für Familien mit Kindern. Doch ganz egal für welche Insel der Ostseeurlauber sich entscheiden mag, enttäuschen wird keine der Meeresschönheiten.

Rügen – die Königin der Ostsee

Fast wäre es leichter zu berichten, was die größte der deutschen Ostseeinseln nicht zu bieten hat, als auf die unzähligen Highlights einzugehen, die Rügen für ihre Besucher bereit hält. Aber eben nur fast, denn auf Rügen gibt es nun mal nichts, was für gelungene Ferien an der Ostsee als fehlend deklariert werden könnte. Rügen ist und bleibt Ostseeurlaub der Superlative. Da bieten sich karibisch anmutende Strände dar, Buchenwälder, die zum UNESCO-Weltnaturerbe zählen und so dicht bewaldet sind, dass sie mit den traumhaften Buchten konkurrieren. Romantische Dörfer, alte Herrenhäuser, geschichtsträchtige Schlösser warten nur darauf, entdeckt zu werden, und obendrein trumpft die Insel mit einer spektakuläre Steilküste. Zu beanstanden wäre höchsten die Qual der Wahl, die Ferien auf Rügen mit sich bringen. Zu unternehmen gibt es nämlich jede Menge. Zu den bekanntesten Zielen zählen die berühmten Kreidefelsen, die schon den Maler Caspar David Friedrich magisch anzogen. Sie gehören zum Nationalpark Jasmund, der im Nordwesten der Insel nördlich der Hafenstadt Sassnitz liegt. Aber auch die Strände dürfen nicht unerwähnt bleiben. Besonders schön kommt der Binzer Strand daher. Feinsandig und breit lädt er mit seinen fünf Kilometern Länge für ausgedehnte Strandspaziergänge ein. Mit der geschützten Lage in der Bucht "Prorer Wiek" und einer schwachen Brandung bietet er Bedingungen, die für sorgenfreien Badespaß kaum besser sein könnten. Besonders Familien mit Kindern werden sich hier gut aufgehoben fühlen.

Die landschaftliche Vielfalt und Eigenwilligkeit machen Rügen zu einem der begehrtesten Urlaubsziele Deutschlands. Naturliebhaber bestaunen hier den Nationalpark Jasmund, der den Buchenwald der Stubnitz samt den berühmten Rügener Kreidefelsen umfasst. 2011 verlieh die UNESCO dem für seinen gewaltigen Buchenbestand und die Kreidefelsen bekannten Nationalpark Jasmund auf Rügen den Status des Weltnaturerbes.

Schon Caspar David Friedrich ließ sich vor allem vom Kreidefelsen inspirieren. Auch viele Dichter und Denker, wie Theodor Fontane, Thomas Mann, Albert Einstein, Sigmund Freud, Joachim Ringelnatz, Hans Fallada und Günter Grass besuchten Rügen und kamen nicht umhin, die Insel in ihren Werken festzuhalten.

Kulturell ist die größte Insel Deutschlands ebenfalls interessant. Mit der ehemaligen Klosterkirche St. Marien von 1168 steht hier der älteste erhaltene Backsteinbau in Mecklenburg-Vorpommern. Die heutige Hallenkirche gilt als einziges Beispiel für die Totalausmalung einer Kirche in Norddeutschland.

Zu den Sehenswürdigkeiten in Bergen auf Rügen zählen auch viele zweigeschossige Fachwerkhäuser und zahlreiche schöne Haustüren. Im an die Stadt angrenzenden Waldgebiet Rugard hat man vom 1877 vollendeten Ernst-Moritz-Arndt-Turm einen imposanten Rundblick über weite Teile der Insel.

Usedom – die Sonneninsel

Endlose weiße Sandstrände, maritimes Flair, malerische Landschaft und das lebendige Treiben in den Kaiserbädern machen Usedom zu einem beliebten Reiseziel. Mit mehr als 2.000 Sonnenstunden im Jahr gehört die Insel im äußersten Nordosten des Bundeslandes Mecklenburg-Vorpommern zu den sonnigsten Plätzen in Deutschland. Die besondere Mischung aus Strand, Natur und Licht machen einen Urlaub zwischen Ostsee und Achterwasser zu einem wunderschönen Naturerlebnis. Die entlang der Ostsee aufgereihten Seebäder verströmen mit der prachtvollen Bäderarchitektur aus Kaisers Zeiten Eleganz und historisch-kulturelle Tradition. Mit ihren Seebrücken und den historischen Villen versetzen sie jeden Gast in die Anfangszeiten der Badekultur an der Ostsee. Abseits der Promenaden und Flaniermeilen zeigt sich die Insel von ihrer ursprünglichen Seite. Im so genannten Achterland führen verschlungene Wege in verträumte Fischerdörfer, durch Wälder, Moore und Wiesen. Auf Usedom fühlt man, dass man angekommen ist, sei es als Gast in den Sternehotels direkt am Meer oder in einer der süßen Ferienwohnungen und Pensionen, in denen man sich sofort wie zu Hause fühlt. Ob herrschaftliche Villa, Bauernhof oder Hausboot, ob Sommer oder Winter: Es lässt sich vielfältig und außergewöhnlich Urlaub machen auf Deutschlands Sonneninsel Usedom.

Kulturell hat die Insel viel zu bieten. Die Veranstaltungsreihe "Klassik am Meer" bringt in der Dorfkirche Koserow Theaterklassiker zur Aufführung, und die "Vineta-Festspiele" lassen auf der Waldbühne des Ostseebades Zinnowitz die sagenumwobene Stadt erneut in den Fluten versinken. Ein kultureller Höhepunkt ist das Usedomer Musikfestival, das seit 1999 mit seinen Länderschwerpunkten die Verständigung der Ostseeanrainer durch Musik fördert. Jedes Jahr im September und Oktober treffen sich dafür hochkarätige Ensembles und Weltklassestars aller Länder, die das Meer verbindet, an den schönsten Konzertorten der Zwei-Länder-Insel Usedom. Besondere Gaumenfreuden versprechen auch in diesem Jahr der "Grand Schlemm" und die Usedomer Heringswochen im Frühjahr oder die Wildwochen im Herbst.

Fehmarn - die goldene Krone im blauen Meer

Fehmarn, auch als goldenen Krone im blauen Meer bekannt, ist die drittgrößte Insel Deutschlands. Die Ostseeperle liegt zwischen Schleswig-Holstein und Dänemark und trumpft mit ca. 2.100 Sonnenstunden im Jahr. Was den Urlauber auf der Insel entsprechend erwartet, ist vor allem eins: Sonnengarantie und Ruhe pur! Neben strahlend schönen Tagen bietet die Insel geschmeidige Dünen, beruhigendes Meeresrauschen und garantiert erholsame Ferien. Die sanfte Schönheit ist mit dem Auto über die Fehmarnsundbrücke, dem Wahrzeichen der Insel, einfach und schnell zu erreichen. Neben den beispiellos schönen Stränden bietet Fehmarn seinen Urlaubern zahlreiche Sportangebote und spannende Aktivitäten. Eine Fahrradtouren entlang der Küste eignet sich beispielsweise sehr gut, um die Insel zu entdecken. Es bietet sich an, eine kleine Pause von der Radtour zu machen und in eines der vielen Restaurants entlang des Weges einzukehren. Der Fisch kommt hier ganz frisch auf den Teller und schmeckt besonders gut. Aufgrund der idealen Windverhältnisse bietet Fehmarn perfekte Wassersportbedingungen. Nicht umsonst wird die Insel unter Wassersportfans "Hawaii von Norddeutschland" genannt. Wassersportfans aus ganz Deutschland zieht es regelmäßig auf die Insel. Auch Kiteboarding oder Stand-up-Paddling, Angeln oder Segeln sind sehr gefragt. Auf und am Wasser ist auf Fehmarn fast alles möglich. Ob Anfänger oder Profi spielt dabei auch keine Rolle, denn Fehmarn bietet ausgezeichnete Wassersportschulen für Jedermann. Tipp: Besonders schön präsentiert sich die Insel im Frühling. Im Mai, zur Zeit der Rapsblüte, erstrahlt die Ostseeschönheit in goldenen Farben. Wer zu dieser Zeit seinen Ferien hier plant, darf keinesfalls das Petersdorfer Rapsblütenfest mit dem großen Umzug, der Live-Musik und Wahl der Rapsblütenprinzessin verpassen.

Hiddensee – Entspannung garantiert

Das besondere an der Ostseeinsel Hiddensee ist, dass die Entspannung bereits bei der Anreise einsetzt. Da die Insel autofrei ist, können Besucher nur per Fähre die Ostseeschönheit erreichen. Möwen kreisen über der glitzernden Ostsee, Wellen peitschen hart gegen das Schiff und der Wind beschwingt die Sonnenstrahlen auf der Haut: schöner kann Reisen nicht sein. Erst einmal wieder Land unter den Füßen gewonnen, geht die Entspannung aber einwandfrei weiter. Die kleine Insel in der Ostsee, westlich von Rügen, kann durchaus süchtig machen. Wer einmal hier war, kommt immer wieder. Zwar gibt es auf Hiddensee keine glamourösen Badeorte, auch keine Shoppingcenter oder pompösen Diskotheken, dafür aber: jede Menge Abwesenheit von aufgeregtem Urlaubsbetrieb. Fahrräder und Pferdekutschen bestimmen hier den Verkehr, Vogelgezwitscher ersetzt das nervöse Hupen und Hektik ist auf der gemütlichen Insel nur vergebens zu suchen. Natürlich gibt es dennoch eine Strandpromenade, hoch oben auf der Düne: auf der einen Seite gibt sie die Aussicht auf die Ostsee frei, auf der anderen den Blick auf Hagebutten- und Sanddornsträucher. Frei von jeder schillernden Ablenkung kann der Urlauber sich dem Eigentlichen in den Ferien widmen: der Entspannung am Meer, dem lauen Wind, den zahlreichen Vogelarten, den blühenden Wiesen, der hügeligen Landschaft oben im Dornbusch oder der Dünenheide zwischen Vitte und Neuendorf. Oder natürlich: dem Strand! Hiddensee hat an seiner Ostseeseite mehr als zehn Kilometer davon. Im Norden ist er wegen der nahen Steilküste recht steinig, aber je weiter man nach Süden kommt, desto weicher, weißer und feinkörniger wird der Sand – ein Traum von Urlaub an der Ostsee. Tipp: Eine Besonderheit Hiddensees ist die Dünenheide, die letzte große Küstenheide an der deutschen Ostsee. Sie liegt in der Südhälfte der Insel, zwischen Vitte und Neuendorf, und entfaltet einen ganz eigenen Reiz: große Sanddünen, mit Heidekraut und knorrigen Kiefern bewachsen - und wenn man zur richtigen Jahreszeit kommt, kann man sich an vielen Stellen mit frisch gepflückten Heidel- und Brombeeren satt essen.

Poel – Spaß für die ganze Familie

Idyllische Orte und feine Sandstrände, friedvolle Ruhe und eine intakte Tier- und Pflanzenwelt - mit diesen Highlights trumpft die rund 37 Quadratkilometer große Ostseeinsel Poel auf. Die gut zehn Kilometer nördlich der Hansestadt Wismar gelegene Insel, zieht jedes Jahr aufs Neue Besucher aus ganz Deutschland an. Kein Wunder, denn die Schönheit der Ostseeperle ist weit über seine Grenzen bekannt. Da die Insel recht flach und nicht besonders groß ist, lässt sie sich gut per pedes oder mit dem Fahrrad entdecken. 23 Kilometer lang ist beispielsweise der gut ausgeschilderte Rundkurs "Leuchtturmweg", der meistens einen freien Blick aufs Meer erlaubt. Besonders Familien mit kleinen Kindern werden sich hier wohlfühlen. Die Insel ist wegen ihrer geringen Wassertiefe in den Uferbereichen ideal zum unbeschwerten Plantschen. Der Geheimtipp unter Eltern mit ganz kleinen Kindern ist der Strand von Gollwitz. Die Badestrände am Nordkap der Insel fallen über eine weite Strecke sehr flach ab und ein Abenteuerspielplatz in Form eines gestrandeten Piratenschiffes bietet den Kleinsten die Möglichkeit, sich richtig auszutoben.

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