Wassersport an der Ostsee

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Wassersport an der Ostsee - alles dabei von Kitesurfen bis Stand Up Paddling

Beim Kitesurfen mit Highspeed durch die Ostsee brausen? Einen Yogaworkshop auf dem SUP-Board? Oder lieber mit dem See-Kajak die geheimnisvollen Ecken der Halbinsel Fischland-Darß-Zingst erkunden? Wer für den Wassersport brennt, muss für den maximalen Spaß nicht lange reisen – denn die Ostsee ist das Surf- und Segel-Mekka schlechthin. Egal ob Festland, oder Ostsee-Inseln: Weiße Puderzuckerstrände, kristallklares Wasser, Wind und Wellen, aber auch geschützte Reviere für Anfänger locken Familien mit Kindern und Profisportler gleichermaßen an.

Eines der besten Segelreviere der Welt

Die Ostsee gilt als eines der besten Segelreviere der Welt. Die vielfältige Küstenlandschaft mit Inseln, versteckten Buchten und historischen Hafenstädten sowie guten Windverhältnissen lassen einen Segelurlaub an der Ostsee zum Erlebnis werden.

Allein Mecklenburg-Vorpommern bieten gut 2.000 Küstenkilometer und über 2.000 Seen zahlreiche Reviere für Profis, Anfänger oder Mitsegler. Dank der abwechslungsreichen Küstenlandschaft und der guten Windverhältnisse gilt die Ostsee als hervorragendes Revier für erlebnisreiche Segeltörns. Aber auch abseits des großen Meeres finden Freizeitkapitäne in der Mecklenburgischen Seenplatte beste Voraussetzungen, um ihre Segel zu setzen. Besonders beliebt ist die Müritz, mit einer Wasserfläche von 117 Quadratkilometern ein absolutes Paradies für alle Segelprofis und alle die, die es mal werden wollen.

Zahlreiche Marinas und Sportboothäfen mit über 25.000 Liegeplätzen sowie Bootsservice, -charter und Segelschulen stehen für eine ausgezeichnete maritime Infrastruktur.

Neben individuellen Segeltörns werden vielerorts auch Mitsegelmöglichkeiten angeboten. Von urig-rustikalen Traditionsseglern bis hin zu sportlich rasanten Katamaranen und Speedsailing-Yachten ist Segeln ein aktives Erlebnis, bei dem jeder mit anpacken kann.

Und auch an der Ostseeküste in Schleswig-Holstein wird Segeln zum Erlebnis. Ganz im hohen Norden locken die Inseln der dänischen Südsee und der Ostseefjord Schlei. Weiter südlich segelt man durch die Kieler Bucht, entlang idyllischer Steilküsten, ruhiger Buchten und kilometerlanger Sandstrände. Klar zur Wende heißt es dann in Heiligenhafen, um anschließend nach Timmendorfer Strand und bis nach Lübeck und Travemünde zu schippern.

Kitesurfen an der Ostsee

Die deutsche Ostseeküste ist einer der beliebtesten Kitesurf-Hotspots der Welt. An den Stränden trifft sich eine internationale Surfer-Szene, Profis zeigen bei der Kitesurf-Trophy ihr rasantes Freestyle- und Besttrick-Können. Fortgeschrittene kiten weit in die Ostsee hinaus, lassen sich bei kräftigem Wind über die Wellen gleiten und von ihrem Lenkdrachen hoch in die Lüfte heben. Anfänger bevorzugen die weitflächigen Flachwasser-Reviere der Ostsee, wo sie in Ruhe ein Gefühl für ihr Board und die Wellen entwickeln können.

Wer das Kitesurfen lernen oder sein Können verbessern möchte, ist an der Ostsee goldrichtig aufgehoben. An den Küsten finden sich zahlreiche Surfschulen, die Kurse für alle Niveaus (meist ab 12 Jahren) und die nötige Ausrüstung also Kites, Boards, Neoprananzüge, Helm, Trapez und Schuhe anbieten. Bevor es ins Wasser geht, wird erst einmal an Land geprobt. Nur diejenigen, die das Kite sicher steuern, dürfen sich dann mit Board in die Fluten stürzen.

Kitesurfspots an der Ostsee

Das Kitesurfen hat seine Ursprünge im Windsurfen, statt des Segels ist es mit einem Lenkdrachen ausgestattet, der Profis bis zu 10 Metern Höhe durch die Luft jumpen lässt. Die schnellsten Kitesurfer sind mit einer Geschwindigkeit von sage und schreibe 100 km/h unterwegs. Interessierte, die zunächst nur in das Kitesurfen hineinschnuppern wollen, können beispielsweise in Kiel einen 4 stündigen Kurs bei Björn Petersen von „Kitesurfen Kiel“ machen. Wer dann Blut geleckt hat, kann in den Anfänger und Aufsteigerkursen direkt vor Ort weitermachen. Nicht nur die Strände vor Kiel sind wunderschön, auch die Stadt selbst ist unbedingt einen Abstecher wert, so lässt sich der Surftrip perfekt mit einem Citytrip kombinieren.

Pelzerhaken in der Lübecker Bucht, nur 30 Minuten Fahrzeit vom quirligen Urlaubsparadies Timmendorfer Strand entfernt, ist ebenfalls ein guter Tipp für Anfänger: Hier gibt es ein Steh-Revier, das bis zu 200 Meter in die Ostsee reicht – die perfekte Lage, um Kitesurfen zu lernen.

Tolle Surfreviere für Anfänger und Profis finden sich auf der Halbinsel Fischland Darß. Hier kann man zwischen den geschützten Boddengewässern mit flachen Stehrevieren und dem offenen Meer mit seinen brausenden Wellen wählen. Auch auf der Insel Rügen weht der Wind oft noch einen Zacken stärker als auf dem Festland und lässt erfahrenere Surfer im Sprung durch die Luft segeln und über die Wellen brettern. Rügen ist für alle Niveaus ein Surfparadies - mit sicheren Revieren und einen Wahnsinnsblick auf die Naturschönheiten der Umgebung.

Zu internationaler Bekanntheit erlangt ist Usedom als Kitespot an der Ostsee. Dort finden in Ahlbeck jährlich die „Kitesurfmasters“ statt – auf dem Festival kann man Kitesurf-Profis aus der ganzen Welt bewundern. Usedom hat daher ein besonders großes Angebot an Kite-Schulen und Revieren. Wer es ruhiger angehen lassen möchte, findet südlich des Seebades Ahlbeck an der Grenze zu Polen einen Strand, der zu Fuß über einen Waldweg erreicht wird (das Auto kann auf dem Grenzparkplatz abgestellt werden). Hier verweilen weniger Badegäste als an den Hauptstränden und es gibt eine Kitesurfschule.

Wem das Kitesurfen eine Spur zu abenteuerlich ist, der kann das Kite natürlich auch gegen ein Segel austauschen. Die Ostsee ist auch ein tolles Reiseziel für Windsurfer. Die oben genannten Schulen und Reviere sprechen Kitesurfer und Windsurfer gleichermaßen an.

Kajaktouren

Wer am liebsten sitzend durch das Wasser gleitet, ist bestens in einem Kajak aufgehoben. An der Ostsee werden geführte Touren für Anfänger und Fortgeschrittene angeboten, die vielfältiger nicht sein könnten. Abenteurer fahren in einem Seekajak auf die offene Ostsee hinaus und kämpfen gegen die Wellen an. Wer es lieber ruhiger angehen lässt, der kann durch das geschützte Boddengewässer paddeln und dabei die traumhafte Landschaft der Region genießen. Das ist auch eine tolle Idee für Familien mit Kindern, die eine Alternative zum reinen Badeurlaub suchen. Besonders beliebte Ziele für Kajak-Touren sind die Halbinsel Fischland-Darß-Zingst und die Insel Rügen, weil sich hier die offene See mit stillem Boddengewässer vereint. Wer möchte, kann sich also auspowern und anschließend relaxt weiterpaddeln. Beide Gebiete locken außerdem mit einer einzigartigen Naturkulisse, denn man durchquert einen traumhaftschönen Nationalpark. Ein besonderes Erlebnis ist es außerdem, die atemberaubende Küstenlandschaft Rügens von der Wasser-Perspektive aus zu betrachten. Neben Bodden und offenem Meer gibt es noch eine weitere Option für einen gelungenen Paddelausflug: Die malerischen Seen und Flüsse, die sich nahe der Ostseeküste befinden. Ein schöner Ausflug ist beispielsweise die Tour auf der Schwentine, die sich vom Großen Eutiner See durch 17 Seen hindurchschlängelt, bis sie schließlich Kiel erreicht und in die Ostsee mündet.

Stand Up Paddling auf der Ostsee

SUP ist ein großartiges Ganzkörperworkout für Jung und Alt! Es ist einerseits eine herrliche Entspannung, meditativ gleitet man über das Wasser, völlig im Einklang mit sich und der Umgebung, gleichzeitig wird die Tiefenmuskulatur effektiv gefestigt, durch das ständige Ausbalancieren der Wellenbewegung. Stand Up Paddling ist ein sehr beliebter Wassersport an der Ostsee – in Scharbeutz nahe Timmendorfer Strand findet sogar jährlich der SUP Worldcup statt. Noch mehr Spaß, als den Weltprofis zuzusehen, macht es allerdings, selbst ein Board zu erklimmen und stehend über das Meer zu paddeln. Die meisten Schulen stellen Board und Neopren-Anzüge zur Verfügung. Neben zahlreichen SUP-Kursen werden auch SUP-Safaris und SUP-Yoga angeboten. Egal, ob man es lieber meditativ im stillen Wasser oder turbulent auf Wellen mag, das Ostseegewässer bietet den passenden SUP-Spot für jeden Einzelnen.

Die Boddengewässer auf Fischland-Darß sind mit ihren ruhigen Boddengewässern wunderbar geeignet, um sich mit dem Board vertraut zu machen. Auch die Insel Rügen ist mit ihren weitläufigen flachen Stehrehvieren der perfekte Ort um SUP zu erlernen. Die SUP Happy Hour der Surfschule Proboarding am Ostseebad Sellin ist eine tolle Möglichkeit, den Boardsport auszuprobieren. (In den Sommerferien täglich von 16:00 bis 17:00 Uhr, 10 Euro pro Teilnehmer für Board und Paddel). Fortgeschrittene können dann richtige Touren durch die Ostsee zurücklegen und die schönsten Spots Rügens vom Meer aus genießen.

Wer gerne in gediegener Atmosphäre über das Wasser gleitet, dem sei der Kaiserstrand zwischen der Seebrücke Heringsdorf und der Seebrücke Ahlbeck ans Herz gelegt. Hier kann man mit einzigartigem Blick auf die Bäderarchitekturvillen des 19. und 20. Jahrhunderts am Strand entlang paddeln. Ein urbanes Naturgefühl stellt sich ein, wenn man sich durch die Kieler Förde treiben lässt. Fortgeschrittene schaffen die 30 Kilometer in sechs Stunden. Anfänger können die Tour stark abgekürzt an einem windstillen Tag ausprobieren.

SUP für Yogafans

Wer den herabschauenden Hund schon mal auf der Ostsee ausprobiert hat, weiß, wie erholsam die Yoga-Praxis inmitten des sanften Wellentreibens ist. Man atmet die frische Meerluft ein, fühlt die Leichtigkeit des Seins und blickt in die Weite der See, die einen umgibt. Danach fühlt man sich herrlich entspannt und zentriert. Gleichzeitig ist der Körper gekräftigt und gedehnt – die perfekte Ergänzung zum Kite-Surfen, Kajaken, oder anderen Wassersportaktivitäten. Und auch an windstillen Tagen ein großer Spaß.

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