Die 22. Talente.Tage des ROMANTIK Gästekreises
im Romantik Hotel Schubert in Lauterbach
vom 22. bis 25. Februar 2026
Die diesjährigen Talente.Tage standen unter dem Motto
„Talente wachsen dort, wo Werte leben“ (Leitsatz aus dem Personalmanagement)
Nachdem die Einladungen und das Programm an die Hotels versandt waren, mussten wir in diesem Jahr zunächst länger warten, bis die ersten Anmeldungen eingingen. Dieses war ungewohnt. Deshalb wurde mit etlichen Romantik Hotels telefoniert und die Teilnehmerzahl wurde bis zur gewünschten Frist auch erreicht. Die zögerlichen Anmeldungen hatten sehr unterschiedliche Gründe. Zu erfahren war in den Gesprächen, dass die Talente.Tage schon auf der Wunschliste von Auszubildenden standen und auch die Hoteliers sehr bereitwillig dem Wunsch der jungen Mitarbeitenden nachkamen. Aber wie allgemein bekannt, ist die Personaldecke heute oft recht dünn und somit werden auch die „Azubis“ im Betrieb gebraucht.
Immer wieder beeindruckend, welche Anreise-Mühen die Teilnehmenden auf sich nehmen. Vom Romantik Hotel Achterdiek von der Nordseeinsel Juist, bis zum RH Johanniter Kreuz in Überlingen am Bodensee, quer durch die Republik. Und sie kommen nach eigenem Bekunden gerne, ja, sehr gerne.
Schnell war auch nach den offiziellen Begrüßungen das Eis gebrochen und die Gespräche miteinander kamen in der Kaffeepause locker in Gang. Die Informationen zum ROMANTIK Gästekreis wurden nach unserer Einschätzung, mit zufriedenstellendem Interesse zur Kenntnis genommen. Nachfragen gab es, auch wie gewohnt, keine. Aber gut zu hören: der Gästekreis war zumindest allen bekannt. (Man wird ja bescheiden!)
Thomas Edelkamp, Vorstandsvorsitzender der Romantik Hotel & Restaurant AG konnte, wiederum durch seine authentische Schilderung der eigenen beruflichen Laufbahn, die Auszubildenden für „Romantik“ stark interessieren. Er berichtete anschaulich von dem, was die Romantik AG für die Hotels bedeutet. Da bezog er alle „Beteiligten“ in den Gliederungen der Organisation ein, von Inhaber und von den leitenden Mitarbeitern bis zu den Auszubildenden. An den zielgerichteten Rückfragen war zu erkennen, dass der „Interessantheits-Nerv“ angezapft war.
Nach einer kurzen Pause stellte Stefan Schubert die Entwicklung des Hotels vor, von einem kleinen Wirtshaus bis zum jetzigen Romantik Hotel mit der über die Grenzen von Lauterbach hinaus bekannten Küche, in der er vorwiegend die Leitung hat.
Die Führung durchs Haus geschah in zwei Gruppen. Die eine wurde begleitet durch Stefan Schubert und die weitere durch Britta Schubert, die den Hotelbetrieb organisiert.
Eine persönliche und ungezwungene Atmosphäre entstand auch dadurch, dass die Anredeform „Du“, wie im internen Romantikkreis häufig anzutreffen, angeboten wurde. Thomas Edelkamp hatte bei seinem Vortrag den Start gemacht, Britta und Stefan Schubert taten es ihm gleich und der Unterzeichner plus Gattin schlossen sich, als deutlich wahrnehmbare Senioren, dieser Runde an.
Am Abend gab es ein vorzügliches Dreigangmenü, welches im Entennest gereicht wurde. Das Entennest befindet direkt gegenüber dem Hotel und strahlt „eine wohlige Wärme und gemütliche Gastlichkeit“ aus. Der perfekte Rahmen für diesen Kreis, das Kennenlernen zu intensivieren.
Der Tag Nummer 2 der Talentetage gilt traditionell als der Tag der Besichtigungen. „Hausführung in den Werkstätten Altenschlirf – inclusive und nachhaltige Hotellerie und Gastronomie“. Es war sehr eindrucksvoll, was alles zu sehen und zu hören war. Nach einer Information in dem Gasthaus „Schmidts“ zu der gesamten Einrichtung, wurden wir durch das weitreichende Gelände geführt und hatten Einblick in die unterschiedlichen Werkstätten mit den landwirtschaftlichen Beschäftigungsmöglichkeiten. In dem Gasthaus „Schmidts“, in welchem auch Gästezimmer vorhanden sind, wird ein täglich wechselnder Mittagstisch angeboten. Betrieben wird dieses Gasthaus vom Werkstattleiter und er wird unterstützt von Mitarbeitern mit unterschiedlichem Hilfebedarf. „Die Gemeinschaft Altenschlirf hat es sich zur Aufgabe gemacht, gemeinsamer Lebens-, Arbeits- und Kulturort für Menschen mit unterschiedlichen Begabungen und Behinderungen zu sein.“
Dort nutzten wir auch die Möglichkeit zu einem schmackhaften Mittagsimbiss.
Wieder zurück in Lauterbach stand der Besuch der Lauterbacher Burgbrauerei an. Seit Jahrhunderten, wird hier Bier gebraut. Die erste Urkunde stammt aus dem Jahr 1498. Heute ein moderner und fast vollautomatischer Betrieb. Während der Besichtigung des Betriebsablaufes mit den vielen großen Kesseln, in denen die Gärprozesse sich vollziehen, war kaum mal ein Mensch zu sehen. Interessant vor allem die Abfüllanlage von den Fässern in die Flaschen und dann die Flaschen in die Kästen. Zum Abschluss gab es ein erfrischendes „Bierchen“ zur Verkostung.
Der Fußweg zu der zweibar in Lauterbach war gut zu bewältigen. In der Cocktailbar war alles vorbereitet, damit alle Teilnehmenden kreative Cocktails nach Anleitung durch den Gründer und Geschäftsführer Bastian Fugmann zubereiten konnten. Für drei Cocktails reichte die Zeit! Eine lebhafte, abwechslungsreiche und aktivierende Veranstaltung.
Es war bisher ein Tag mit sehr unterschiedlichen Eindrücken: Die Tätigkeit von Menschen mit Beeinträchtigungen in der Gastronomie, das Brauen von Gerstensaft in einer vollautomatisierten Betriebsstätte und das lebendige und kreative Zubereiten von individuellen Cocktails unter dem Motto: „Die Kunst des Mischens!“
Tradition für den Talente.Tag ist der Fototermin. Zum festlichen Abschluss des Tages hatten sich alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer auch „festlich“ gekleidet. Es dauert immer eine Weile, bis alle entsprechend stehen und auch so schauen und lächeln, dass die fotografierende Person auch zufrieden ist.
Das SCHUBERTS war dem Anlass entsprechend festlich vorbereitet und eine Dame spielte zur Begleitung gekonnt Saxophon.
Stefan Schubert und sein Team hatten folgendes vorzügliche Viergang-Menü zubereitet:
Sashimi vom Thunfisch
Gurken-Wasabi-Salat/
Zweierlei Rettich/ Sesam-Reispapier
***
Schuberts Fischeintopf/
Safran Dip
***
Zur Auswahl
Vogelsberger Rehrücken/
Limetten – Triyaki
Glasierte Feige/ Kürbis/ Buchenpilze/
Vadouvan Jus
oder
Gebratene Garnelen/
Tomatisiertes Risotto
Fermentierter Sellerie/ grüner Spargel
oder
Rote Beete Maultausche/
Buchenpilze/ Kichererbsen/ Beurre blanc
***
Schokoladentarte/
Mango- Chili Sorbet/
Champagner Schaum
Es herrschte eine gute Atmosphäre und als das ausgezeichnete Essen beendet und die Musik nicht mehr spielte, rückten die Tischformationen zusammen. Offensichtlich wurde es ein längerer Abend und für etliche eine kürzere Nacht.
Am folgenden Morgen war es beim Frühstück sehr, sehr ruhig und etliche Tische blieben unberührt. Als verantwortliche Veranstalter beschlich uns die Sorge, wie wir einen evtl. Leerstand in den Reihen im Vortragsraum vertreten sollten. Aber, wie sonst auch, schaute der Referent Jeremias Rockel in eine vollständige Runde und in vielleicht einige müde Gesichter. Damit kann und sollte man leben.
Der Referent versprühte auch Enthusiasmus durch seinen Vortrag. Die ZweiKopf Strategie, benannt nach seiner Firma ZweiKopf (oder umgekehrt), konnte er sehr lebendig darstellen. Es ginge immer darum, die Ideen, die man hat, umzusetzen und nicht zu zögern und zu warten. So sei es ihm in der Umsetzung seiner Konzepte immer gegangen. Natürlich auch mit Rückschlägen. Eine lebendige Stunde von 10 bis 11 Uhr. Etliche Rückfragen und Anmerkungen deuteten darauf hin, dass die Müdigkeit bei den meisten überwunden war.
Im Anschluss fand eine kurze Auswertung der Veranstaltung statt.
Die Auszubildenden wurden gebeten, zu den einzelnen Veranstaltungseinheiten und weiteren Fragen sich im Raum zu den ausliegenden Zahlen von 1 – 6, analog zu Schulnoten zuzuordnen.
Bei den Fragen:
ordneten sich alle 19 Teilnehmer:innen mit der Bewertung „sehr gut“ zu.
Alle anderen Bewertungen blieben im Bereich von „gut“ und „befriedigend“ Einzige Abweichung gab es bei der Brauereibesichtigung.
Unter Beifall für jede Teilnehmerin und jeden Teilnehmer wurden die Zertifikate zur Teilnahme an diesem 22. Talente.Tag ausgeteilt.
Großen Dank möchten wir an dieser Stelle allen Mitarbeiter:innen des Romantik Hotels Schubert für den ausgesprochen freundlichen und guten Service aussprechen.
Besonderer Dank gilt Britta und Stefan Schubert für die Organisation der gesamten Veranstaltung. Beide machten es möglich, dass zumindest immer einer von Ihnen an den einzelnen Programmpunkten hat teilnehmen können.
Dieser Talentag.Tag wurde seitens des ROMANTK Gästekreises erstmalig von den Unterzeichnenden organisiert und begleitet. Reinhold Kessler hat im Jahresverlauf mitgeteilt, dass er und seine Frau Mechthild diese Aufgabe aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr wahrnehmen möchte. Sollte sein Rat gewünscht sein, stünde er gerne zur Verfügung. Darauf haben wir auch gerne schon Rückgriff genommen.
Herzlichen Dank an Euch beide für die vielen Jahre des ehrenamtlichen Engagements für den Gästekreis zur Umsetzung der satzungsmäßigen Aufgabe, zur Förderung des gastronomischen Nachwuchses!
(Als Vizepräsident bleibt Reinhold Kessler uns weiterhin erhalten!)
Gabriele Heckel-Heidemann und
Wilhelm Heidemann